Inhalte

A) "Modulserie Sportpsychologisches Training im Leistungssport"

Die „Modulserie Sportpsychologisches Training im Leistungssport“ vermittelt sportpsychologische Trainingskompetenzen. Den Ausbildungskandidaten werden sportpsychologische Handlungskompetenzen zur Konzeption, Durchführung und Evaluation sportpsychologischer Trainingsprogramme dargelegt. Ziel ist es, die psychische Stabilität von Athleten, Teams und Trainer in Trainings- und Wettkampfsituationen zu stärken.

Modul 1 „Einführung Modulserie Sportpsychologisches Training im Leistungssport”
Grundbedingungen und -prinzipien einer erfolgreichen sportpsychologischen Beratungs- und Betreuungstätigkeit.

Modul 2. „Sportpsychologische Arbeitsprozesse"
Auftragsklärung, Konzeptualisierung, Planung, Dokumentation und Evaluation sportpsychologischer Betreuungsaufträge werden bearbeitet. Weitere Themen: Nutzung des QS-Handbuchs, Kostensätze, Förderungsmöglichkeiten, Projektbeantragung beim BISp/ZKS/DOSB und ÖBS, Honorarnoten und ethische Rahmenbedingungen.

Modul 3. „Sportpsychologische Diagnostik im Leistungssport“
Überblick zu den sportpsychologischen Diagnose- und Evaluationsverfahren; Interpretation sowie Ergebnisvermittlung, Einsatz strukturierter Gesprächsleitfaden, Trainings- und Wettkampfbeobachtung.

Modul 4. „Workshops leiten - Grundlagen Moderation und Gruppendynamik“
Das Modul vermittelt Basiskompetenzen zur Leitung von Workshops mit Kleingruppen: Moderationskompetenz, didaktische Leitlinien, Gruppendynamik bei Workshops, Lerntransfer zum Trainings und Wettkampfalltag der Teilnehmer..

Modul 5. „Motivation und Wille“
Ausgehend von typischen Motivations- und Willensproblemen im Spitzensport erhalten die Teilnehmer einen Überblick zu verschiedenen Varianten der Motivations- und Willensdiagnostik sowie Anregungen zu konkreten Übungsformen.

Modul 6. „Vorstellungstraining“
Das Vorstellungstraining beinhaltet, dass die Teilnehmer lernen, wie Trainer und Sportler an das Training der Vorstellungsfähigkeit heran geführt werden und wie einzelne Übungen zur Schulung der Vorstellungsfähigkeit zu einem systematischen Trainingsprogramm zusammengestellt werden können.

Modul 7. „Konzentrationstraining“
Das Modul beleuchtet das Thema Konzentration aus der Perspektive von Diagnostik und Intervention. Dazu zählt u.a. die Erarbeitung von (Vorstart-)Routinen und die gezielte Beeinflussung innerer (z.B. Gedankenmanagement) und äußerer (Umfeldmanagement) Prozesse.

Modul 8. „Psychoregulation und Stressmanagement“
Der Bereich Stressmanagement vermittelt elementare Grundlagen zum Verständnis von Komplexität und Dynamik der Stressentstehung im Leistungssport. Anhand vieler Praxisbeispiele und Eigenerfahrungen werden unterschiedliche Interventionsmethoden in Training und Wettkampf illustriert.

Modul 9. „Selbstvertrauen & Umgang mit Nervosität und Angst“
Selbstvertrauen und mentale Wettkampfstärke, theoretische Grundlagen, Umgang mit Nervosität und Leistungsdruck, Angst, sportpsychologische Trainingsformen zur Steigerung von Kompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung, Techniken zur Regulation von Nervosität, Leistungsdruck und Wettkampfängstlichkeit. Die psychologischen Besonderheiten von sportlichen Großveranstaltungen und Kaderqualifikationen werden erläutert.

Modul 10. „Trainerberatung – Coach the Coach“
Coaching von Trainer unter Berücksichtigung des Kernthemas „Sportpsychologisches Training im Leistungssport”.

Modul 11. “Teamberatung und Teamentwicklung“
Teamberatung und Teamentwicklung stehen im Fokus: Theoretische Rahmenkonzepte zur Teamentwicklung, Besonderheiten der Rolle des Sportpsychologen im Teamsport, Interventionsmaßnahmen zur Förderung zentraler Teamentwicklungsphasen.

Modul 12. „Fallarbeit und Supervision“
Im Rahmen dieses Moduls müssen die Teilnehmer eine sportpsychologische Beratung/Betreuung durchführen. Inhalte, Zielsetzung und Organisationsform werden im Vorfeld besprochen und individuell abgestimmt. Die Teilnehmer erhalten zudem die Möglichkeit einer begleitenden Supervision.

Modul 13. „Gesamtevaluation der Modulserie“
Erstellung des Abschlussberichts, Standortbestimmung, Abschlussbesprechung und Zertifikatsverleihung.

B) "Modulserie Sportpsychologisches Coaching im Leistungssport"

Zahlreiche Anliegen von Klienten im Leistungssporterfordern Beratungskompetenzen, die durch klassische Interventionsmethoden des sportpsychologischen Trainings nicht abgedeckt werden können. Daher wurde die Modulserie „Sportpsychologisches Coaching im Leistungssport” entwickelt. Die Kursteilnehmer sollen auf komplexe sportpsychologische Beratungsinhalte der klientenzentrierten Betreuung und Begleitung von Athleten, Trainer, Teams und deren Umfeld vorbereitet werden. Schwerpunkte dieser Modulserie sind die Vermittlung von Basiskompetenzen, um u.a. die psychische und physische Gesundheit, sowie die Lebensqualität der Klienten zu stärken und die Wettkampfstabilität in Hochleistungssituationen zu verbessern.

Modul 1. „Einführung"
Differenzierung zwischen sportpsychologischen Trainings- und Coachingmaßnahmen.

Modul 2. „Coaching Grundlagen im Leistunggsport"
Überblick zu prägenden Denkschulen und Paradigmen die Menschenbild und Grundhaltung im Coaching im Leistungssportkontext prägen (u.a. systemisches Denken, verhaltens- und lerntheoretische Paradigmen, Humanistische Ansätze).

Modul 3. „Vertiefung Interventionen – Lösungs- und Ressourcenorientierung”
In diesem Modul werden weiterführende Prinzipien und Methoden der lösungsorientierten Beratung (Prozessgestaltung, motivierende Gesprächsführung, Story Telling, Fragetechniken, Ratinginventare etc.) im Leistungssport vertieft.

Modul 4. „Sportpsychologie und klinische Psychologie”
Das Modul vermittelt Basiskompetenzen der klinischen Psychologie zur Erkennung und differentialdiagnostischen Abgrenzung psychischer Erkrankungen. Vermittelt werden zudem Interventionskonzepte für sportpsychologische Spezialthemen (wie Essstörungen, Female Athlete Triad, Drogen und Doping im Leistungssport, Suchtproblematiken und Wettbetrug, Umgang mit sexuellen Übergriffen und sexualisierter Gewalt, Angst- und Panikstörungen, depressive Erkrankungen, Burnout bei Trainern etc.).

Modul 5. „Vertiefung Performance-Psychology”
a) „Bio- und Neurofeedbacktraining“
Interventionsansätze des Bio- und Neurofeedbacks im Bereich des Peak-Performance-Trainings werden vorgestellt. Indikationskriterien, Best-Practice-Modelle sowie Grenzen des Bio- und Neurofeedbacks bilden die Schwerpunkte dieses Themenblocks.
b) „Herstellung und Aufrechterhaltung von Flow-Zuständen mittels hypnotherapeutischer Techniken”
Das Modul soll den Teilnehmern spezielle Konzepte der Leistungsoptimierung vermitteln. Hypnotherapeutische Verfahren und Techniken zur Aktivierung einer Trance und zum wiederholten Erleben eines Flow-Gefühls bilden den Schwerpunkt dieses Moduls. Die Betreuung von Extremsportlern wird eine besondere Berücksichtigung finden.
c) „Choking under pressure”
Lösung von Leistungsblockaden, die keinen klinischen bzw. traumatischen Hintergrund haben, durch an die Sportpsychologie adaptierte innovative Methoden der Traumatherapie (wie stabilisierende Imaginationsübungen, Distanzierungs- und Containmenttechniken, EDMI und Brainspotting); Indikationen, Kontraindikationen und Grenzen der Methoden.

Modul 6. „Verletzung und Krisenintervention“
Die professionelle sportpsychologische Begleitung von Athleten in typischen sportspezifischen Krisensituationen (u.a. Verletzung, Karriereende) steht im Fokus des Moduls. Schwerpunkt nimmt hierbei das Verletzungsmanagement ein. Zudem werden notfallpsychologische Interventionsansätze bei traumatischen Ereignissen (wie Tod eines Mannschaftskollegen, Miterleben von schweren Sportunfällen, Umgang mit Terroranschlägen/-gefahr im Vorfeld von Wettkämpfen) in Sportteams und die Möglichkeiten und Grenzen von Sportpsychologen dargestellt.

Modul 7. „Coaching im Nachwuchsleistungssport”
Das Modul legt den Fokus auf das Coaching im Nachwuchsleistungssport. Basierend auf Coachingkonzepten der Spieltherapie werden kindgerechte Interventionstechniken für 10 – 15jährige Athleten zur Verbesserung der Wettkampfstabilität vermittelt. Langfristige Betreuungskonzepte von Leistungssportfamilien runden dieses Modul ab.

Modul 8. „Coaching im Feld - Führungsverhalten von Trainern”
Basierend auf dem Modul „Trainerberatung – Coach the Coach” des Lehrgangs „Sportpsychologisches Training” bilden weiterführende Beratungsmodelle die Themenschwerpunkte.

Modul 9. „Teamcoaching”
Aufbauend auf dem Modul „Teamberatung und Teamentwicklung” des Lehrgangs „Sportpsychologisches Training” werden zahlreiche weiterführende teambezogene Interventionsformen behandelt.

Modul 10. „Konfliktcoaching und Organisationsberatung”
Konflikte zwischen Personen (wie Athleten, Trainer, Funktionäre), innerhalb von Teams oder innerhalb der Vereins-/Verbandsstruktur sind oft Auslöser zum Einstieg in das sportpsychologische Coaching.

Modul 11. „Spezialthema: ”Gender Main Streaming und Maßnahmen gegen Stereotyping”
Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung (insbesondere gegenüber Frauen und Mädchen) sind ständiger Wegbegleiter im Leistungssport. In diesem Spezialmodul vermittelt das Referententeam praxisorientierte und bewährte Interventionskonzepte für Einzel- und Mannschaftssportarten.

Modul 12. „Umgang mit schwierigen Situationen & Fallarbeit”
Im Rahmen dieses Moduls erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sportpsychologische Beratungen/Betreuungen im Coachingcontext durchzuführen. Inhalte, Zielsetzung und Organisationsform werden im Vorfeld besprochen und individuell abgestimmt. Die Teilnehmer erhalten zudem eine begleitende Supervision.

Modul 13. „Reflexion persönlicher Stärken und Entwicklungsfelder - Gesamtevaluation der Modulserie”
Das abschließende Modul stellt Selbstreflexion und Selbsterfahrung in den Mittelpunkt. Im Sinne einer Selbsterfahrung reflektieren die Teilnehmer die eigene Person des Coachs als wesentliches Instrument im Coaching. Auf dieser Grundlage werden die vergangenen Ausbildungsinhalte analysiert, damit die Teilnehmer Tools und Methoden auswählen können, die optimal mit ihrem Coachingstil harmonieren.